1C:ERP im eigenen Team einführen
Vorteile und Risiken einer Inhouse-Einführung und das Modell der Beratungsstunden, bei dem das Team selbst arbeitet und die Experten es anleiten
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09.03.2024

Um Geld zu sparen, engagieren Kunden oft Spezialisten, die noch nie als Team zusammengearbeitet haben. (Von denjenigen, die versuchen, 1C:ERP mit nur einem einzigen Spezialisten einzuführen, ganz zu schweigen – wie das endet, beschreiben wir in unserer Fallstudie Produktivität vervierfacht, Stillstandszeiten auf ein Fünftel gesenkt: PIK-Element.) Selbst wenn die Spezialisten fachlich kompetent sind, brauchen sie in 99 % der Fälle lange, bis sie eine gemeinsame Basis gefunden haben.
Für eine hochwertige Projektumsetzung braucht es ein starkes Team aus Architekt, Analyst und Entwickler. Nur ein eingespieltes Team liefert in knappen Zeitrahmen Ergebnisse.
Belasten Sie die Einführungsspezialisten nicht mit Support-Aufgaben für das Altsystem. Übergeben Sie diese Arbeit an eine eigene Beratungs- oder Support-Linie. Andernfalls gerät die Einführung ins Stocken.
Besser wählt man einen Implementierungspartner, der von Anfang an technischen Support anbietet, damit man für diesen Bereich nicht noch einen weiteren suchen muss. Sobald Systemmodule in den Produktivbetrieb gehen, übergeben wir sie an den Support. So verläuft die Einführung schneller.
Manchmal unterzeichnet der Kunde den Bericht zur Geschäftsprozessanalyse, ohne ihn sorgfältig zu lesen. Dabei beruht die Kostenkalkulation des Projekts gerade auf den Ergebnissen dieser Analyse (ausführlich behandeln wir das in unserem Artikel „Wie Sie die Kosten eines Automatisierungsprojekts im Unternehmen abschätzen“). Der Bericht kann einen unangemessenen Preis verbergen oder wichtige Details auslassen. Das führt im Projektverlauf unweigerlich zu Konflikten.
Prüfen Sie den Bericht unbedingt gemeinsam mit Ihren eigenen Spezialisten und Partnern. Stellen Sie sicher, dass alle wichtigen Anforderungen enthalten sind, und suchen Sie Einsparungen nur bei optionalen Positionen.
Widmet der Kunde dem 1C:ERP-Einführungsprojekt nicht genug Zeit und verzögert die Abnahme der Arbeiten, wird das Projekt deutlich teurer und dauert länger. Jeder Tag verzögerter Abnahme bedeutet Leerlauf bei den Spezialisten und entgangenen Gewinn für den Kunden.
Wir arbeiten mit modernen agilen Methoden wie Kanban und Scrum. Sie stellen die Geschäftsprozesse und aktuellen Aufgaben des Unternehmens in den Mittelpunkt. Unnötige Aktivitäten werden auf ein Minimum reduziert, und es wird nur Arbeit geleistet, die für den Kunden von Wert ist. Dokumentation und Bürokratie werden auf das Nötigste beschränkt – daher die schnellen Ergebnisse. Allerdings haben auch diese Methoden ihre Nachteile. Mehr über agile Methoden des Projektmanagements erfahren Sie in unserem eigenen Video.
Es muss einen geben, Punkt. Und je tiefer diese Person eingebunden ist, desto besser. Idealerweise hat der Kunde einen eigenen Projektleiter (PM) und für jeden Geschäftsprozess einen Verantwortlichen. Diese verantwortlichen Anwender erkennen Fehler rechtzeitig und veranlassen ihre Behebung oder Änderungen an der Abbildung der Prozesse im System.
„Wir haben ERP in einem Großunternehmen in 2 Monaten gestartet!“, behauptet ein bekannter Systemintegrator. Fallen Sie auf solche Werbung nicht herein. Die Inbetriebnahme von 1C:ERP in einem mittelgroßen Unternehmen dauert 8 bis 18 Monate. Egal wie stark der Implementierungspartner ist: Es gibt IMMER unvorhergesehene Verzögerungen, und je größer das Unternehmen, desto mehr. Wie Sie die Projektlaufzeit verkürzen, erklären wir in unserem Artikel „3 Tipps, damit sich Ihre 1C:ERP-Einführung nicht über Jahre hinzieht“.
Staatliche Unternehmen leiden oft darunter, weil das Vergaberecht Schwächen hat. Aber auch kommerzielle Unternehmen tappen häufig in die Sparfalle. Liegt der Projektpreis unter dem Marktniveau, bekommen Sie höchstwahrscheinlich nur Basisfunktionen und unerfahrene Berater in der Ausbildung (Trainees), oder es wird an anderen wichtigen Projektaspekten gespart. Worauf Sie achten sollten, um das zu vermeiden, lesen Sie im oben erwähnten Artikel „Wie Sie die Kosten eines Automatisierungsprojekts im Unternehmen abschätzen“.
An den Verhandlungen nahmen die besten Spezialisten und Manager teil, doch zur Einführung erschienen Praktikanten. Damit das nicht passiert, benennen Sie die Schlüsselpersonen des Teams IMMER im Vertrag. In der Regel genügt es, den Projektleiter, 1–2 Leitanalysten, den Architekten und den Leitentwickler anzugeben.
Ja, der Kunde muss das Projektmanagement in seinem eigenen Unternehmen aufsetzen. Was das bedeutet und wie das geht, behandeln wir in kommenden Beiträgen.
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Welche Folgen Schemata „wie im Lehrbuch“ haben: Misstrauen in der Fertigung, Planungsfehler, Nacharbeit und Budgetüberschreitungen